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		<title>Ina Müller singt und sabbelt in der Arena Leipzig</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 18:20:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>veracor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Text siehe auch Leipziger Volkszeitung 9.1.2012 So indiskret sein und dabei so gut beim Publikum ankommen, das beherrscht Ina Müller perfekt. Just auf die Bühne der am Samstagabend ausverkaufen Arena gekommen, das erste Lied gesungen, hat sie die schon wieder verlassen, um einen Schnack mit dem Publikum zu halten. Smalltalk ist das nicht, wenn sie [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=veracor.wordpress.com&amp;blog=5078728&amp;post=404&amp;subd=veracor&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Text siehe auch <a href="http://www.lvz-online.de/kultur/r-kultur.html" target="_blank">Leipziger Volkszeitung 9.1.2012</a></p>
<p>So indiskret sein und dabei so gut beim Publikum ankommen, das beherrscht Ina Müller perfekt. Just auf die Bühne der am Samstagabend ausverkaufen Arena<br />
gekommen, das erste Lied gesungen, hat sie die schon wieder verlassen, um einen Schnack mit dem Publikum zu halten. Smalltalk ist das nicht, wenn sie mit<br />
Hamburger Akzent fragt: „Und, Peter, wie ist eure Ehe? Schon mal fremdgegangen?“ Dass Peters Ehefrau daneben sitzt, stört sie nicht. Wenn Ina Müller lacht –<br />
charmant, entwaffnend, sind wohl die meisten Zuschauer gewillt, ihr jede neugierige Frage nachzusehen. Trotz aller kabarettistischen Einlage steht ihre Musik im Mittelpunkt.<br />
Sie hat eine angenehme Mischung aus Balladen und rockigen Songs im Repertoire und weiß ihre Stimme zwischen rauchig-rau und seidig-anschmiegsam einzusetzen.<br />
Bei ihrem ersten Album „Weiblich, ledig 40“ hat sie wissen lassen, wo sie sich sieht: Zwischen Kuscheltuch und Rheumadecke, zwischen ersten Küssen und andauernd Blutdruckmessen müssen.</p>
<p><a href="http://veracor.files.wordpress.com/2012/01/mueller.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-406" title="OLYMPUS DIGITAL CAMERA" src="http://veracor.files.wordpress.com/2012/01/mueller.jpg?w=300&#038;h=298" alt="" width="300" height="298" /></a></p>
<p>Mit ihrer nun vierten CD „Das wäre dein Lied gewesen“ vermittelt Ina Müller, was man aktiv älter werden nennen könnte. Mit 46 weiß sie, was sie will. Sie singt schwärmend<br />
von den Jungs mit Mitte 20. Die, mit der weichen Haut, süß, nicht reich, aber schön anzuschauen, wenn sie Duschen gehen. „Die gehen duschen, obwohl<br />
sie gar nicht müssten, nicht wie die älteren Männer…“ – während sie das sagt, stößt so manche Frau im Publikum ihren Mann mehr oder weniger fest in die<br />
Seite. In „Podkarsten“ nimmt die Künstlerin mit gesellschaftskritischem Anstrich Facebook, youtube &amp; Co. aufs Korn. Ihre plattdeutschen Songs sind nicht gänzlich<br />
verständlich, aber auch die rocken dank hervorragender Musiker. Singen und sabbeln – was im Ina-Müller-Slang so viel wie plaudern heißt – darüber, was Sache ist. Liebe, Sex, und immer wieder Älterwerden.<br />
Es ist zum Brüllen komisch, dass sie sich von einem Kollegen ungalant auf den Flügeln schieben lässt. Wenn es nicht ums Älterwerden geht, dann gern um Mann-Frau Klischees.<br />
Zunächst schlägt sie sich auf die Seite der Frauen: „Wir sabbeln zu viel? Frauen müssen immer alles wiederholen, weil Männer nicht richtig zuhören.“ Andererseits macht sie sich mit den Männern<br />
gemein. Sie singt, dass sie nervös wird, wenn sie von einer weiblichen Pilotin von A nach B geflogen werden soll, gibt unumwunden zu: „Gleichberechtigung – schön und gut. Aber doch nicht<br />
jetzt und hier“. Es vergeht kaum Zeit, und sie teilt wieder gegen die Männer aus. Dabei ist sie zuweilen ganz schön derb, möglicherweise für manche Geschmäcker eine Spur zu schlüpfrig.<br />
Aber so ist sie – nicht nur im Fernsehen. Die Musik-Kabarettistin versprüht Energie pur, und das Publikum nimmt sie auf. Als sie mit ihren Sängerinnen „Oh Happy Day“ und schließlich „Let<br />
Me Entertain You“ anstimmt, bleibt niemand regungslos. Man singt, klatscht, tanzt. Im Hintergrund Video- und Bildeinspielungen – die Zuschauer scheinen sich ihr gern zu ergeben. Und bekommen<br />
viel geboten: Die Zugabe gibt Frau Müller im weißen Bademantel, fegt durchs Publikum und bekommt nicht nur dafür stürmischen Applaus, dass sie doch noch aus eigener Kraft auf den Flügel hüpft.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/veracor.wordpress.com/404/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/veracor.wordpress.com/404/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/veracor.wordpress.com/404/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/veracor.wordpress.com/404/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/veracor.wordpress.com/404/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/veracor.wordpress.com/404/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/veracor.wordpress.com/404/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/veracor.wordpress.com/404/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/veracor.wordpress.com/404/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/veracor.wordpress.com/404/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/veracor.wordpress.com/404/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/veracor.wordpress.com/404/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/veracor.wordpress.com/404/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/veracor.wordpress.com/404/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=veracor.wordpress.com&amp;blog=5078728&amp;post=404&amp;subd=veracor&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Quappi everywhere</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Nov 2011 09:21:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>veracor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Museum der Bildenden Künste in Leipzig zeigt &#8222;Max Beckmann &#8211; Von Angesicht zu Angesicht&#8220; „Jeder Mensch“, so sagte einst Max Beckmann, „ist mir täglich immer wieder ein Ereignis, als wenn er eben vom Orion heruntergefallen wäre.“ Wer so etwas spricht, den müssen die Menschen faszinieren. Beckmann, 1884 in Leipzig geboren, 1950 in New York [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=veracor.wordpress.com&amp;blog=5078728&amp;post=393&amp;subd=veracor&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4><strong>Das Museum der Bildenden Künste in Leipzig zeigt &#8222;Max Beckmann &#8211; Von Angesicht zu Angesicht&#8220;</strong></h4>
<p><a href="http://veracor.files.wordpress.com/2011/11/800px-dbp_1974_822_max_beckmann_groc39fes_stilleben_mit_fernrohr1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-397" title="800px-DBP_1974_822_Max_Beckmann,_Großes_Stilleben_mit_Fernrohr" src="http://veracor.files.wordpress.com/2011/11/800px-dbp_1974_822_max_beckmann_groc39fes_stilleben_mit_fernrohr1.jpg?w=300&#038;h=186" alt="" width="300" height="186" /></a></p>
<p>„Jeder Mensch“, so sagte einst Max Beckmann, „ist mir täglich immer wieder ein Ereignis, als wenn er eben vom Orion heruntergefallen wäre.“ Wer so etwas spricht, den müssen die Menschen faszinieren. Beckmann, 1884 in Leipzig geboren, 1950 in New York gestorben, war ein Künstler, der Menschen genau studierte. Er fing ihre Ausstrahlung ein und malte sie. Ihre Banalität und ihren Tiefgang, ihre Genügsamkeit und ihr Heldentum, ihre Makel und Anmut. Da ist es nur folgerichtig, dass das Museum der Bildenden Künste in Leipzig die Porträtkunst des Menschenmalers der Moderne in den Mittelpunkt rückt. Dazu wurden 58 Gemälde und 160 vorbereitende Skizzen aus aller Welt zusammengetragen, die ein Who is Who aus Beckmanns Leben zeigen. &#8216;Seinen Beziehungskosmos dominieren die erste Ehefrau, Minna Beckmann-Tube, und die zweite, die 20 Jahre jüngere Mathilde von Kaulbach. Unter Mathildes Spitznamen Quappi verewigte Beckmann sie auf zahlreichen Bildern und Skizzen, weswegen sie nun zu den am häufigsten gemalten Frauen in der Kunstgeschichte zählt. Mit kokettem Blick auf „Porträt von Quappi auf Pink und Violett“, unnahbar auf „Quappi in Blau“ oder lasziv rauchend („Quappi in a pink sweater“). Und auch überall dort, wo sie nicht offensichtlich zu sehen ist, ist doch etwas von ihr zu erahnen: Sie inspirierte Beckmann wohl so sehr, dass auch viele andere Frauenporträts ihre Gesichtszüge tragen.</p>
<p>Beim Gang durch die Ausstellung begegnet man Freunden, Galeristen, Familienmitgliedern. Ein großer Teil des Katalogs zur Schau widmet sich darum auch den dargestellten Figuren. Geht der Besucher mit dem Verzeichnis durch die Räume, so kann er die Biografien der historischen Vorbilder studieren; sich der Frage hingeben, was der Maler mit seinem Porträt über die Person und seiner Beziehung zu ihr ausdrücken wollte. Oder er kann es lassen und stattdessen in den Bildern die stetige Weiterarbeit und Verfeinerung des Menschenbildes suchen und sehen. Verfeinerung heißt bei und für Beckmann aber nicht zwangsläufig: Deutlicher machen, eher: weiterentwickeln, andere, teils rätselhafte Bildausschnitte wählen.</p>
<p>Ein sich anbietendes Beispiel: „Familienbild“ aus dem Jahr 1920. Modisch gestreifte Hose, hervorstechend gelbe Schuhe, auf dem Kopf – oh lala welch Stilbruch – eine Schlafmütze, so liegt Beckmann selbst quer im Bild. Am Fußende meint man seine Mutter zu erkennen, neben ihr zwei ältere Damen, wovon die eine ins Leere blickt. Unbeachtet, ein Kind, das unter dem Tisch sitzt. Vielleicht Peter, Beckmanns Sohn aus der geschiedenen Ehe. Das Bild wird dominiert von einer jungen Frau in Spitzenunterrock und Korsett. Sie, in Rückenansicht, könnte Quappi sein. Ein Bildausschnitt, eine Perspektive, die kippt. Nichts scheint zu passen, die Gestalten sind nicht im Lot, im Gegenteil, voller Symbolik von Liebe, Begehren, Ablehnung.</p>
<p>Beckmanns Porträts ermutigen zum interpretatorischen Spiel. Die Veränderung seiner Lebensumstände glaubt man im Pinselduktus sehen zu können. Nachdem die Nazis seine Kunst als ‚entartet‘ brandmarken, verließ er Deutschland gen niederländisches und später amerikanisches Exil. Malt sich Beckmann in seinen frühen Selbstbildern als lebensfroher Dandy mit arroganten Zügen, sind die späten Werke von einer melancholischen Grundstimmung umhüllt. Insbesondere seine Kaltnadelradierungen zeigen einen schmallippigen, harten, augenberingten Mann. Einer, der sich festhalten will oder muss – und dies mit einer Zigarette in der Hand auf fast jedem Bild macht.</p>
<p>Natürlich, eine beeindruckende Zusammenstellung; die zuweilen erschlägt, bei der sich das Gefühl der Redundanz auftut. Aber das könnte auch am Beckmann-Jahr liegen. Denn neben Leipzig wird auch in Basel und Frankfurt der eigenbrötlerische Expressionist gezeigt.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/veracor.wordpress.com/393/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/veracor.wordpress.com/393/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/veracor.wordpress.com/393/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/veracor.wordpress.com/393/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/veracor.wordpress.com/393/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/veracor.wordpress.com/393/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/veracor.wordpress.com/393/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/veracor.wordpress.com/393/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/veracor.wordpress.com/393/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/veracor.wordpress.com/393/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/veracor.wordpress.com/393/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/veracor.wordpress.com/393/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/veracor.wordpress.com/393/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/veracor.wordpress.com/393/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=veracor.wordpress.com&amp;blog=5078728&amp;post=393&amp;subd=veracor&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ehrenamtler ohne Anerkennung</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 14:33:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>veracor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[(Beitrag Bayerisches Fernsehen Politikmagazin Kotrovers) In Bayern gibt es seit einigen Tagen die Ehrenamtskarte &#8211; mit ihr sollen Menschen für ihr Engagement gewürdigt werden und zum Beispiel günstiger Bus und Bahn fahren. Eine schöne Sache, um Ehrenamtlern zu danken &#8211; die größeren Städte wie München und Augsburg verwehren aber die Anerkennung im Checkkarten-Format. Dabei wären [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=veracor.wordpress.com&amp;blog=5078728&amp;post=383&amp;subd=veracor&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>(Beitrag Bayerisches Fernsehen Politikmagazin Kotrovers)</strong></p>
<p><span style="color:#800000;">In Bayern gibt es seit einigen Tagen die Ehrenamtskarte &#8211; mit ihr sollen Menschen für ihr Engagement gewürdigt werden und zum Beispiel günstiger Bus und Bahn fahren. Eine schöne Sache, um Ehrenamtlern zu danken &#8211; die größeren Städte wie München und Augsburg verwehren aber die Anerkennung im Checkkarten-Format. Dabei wären auch Großstädte ohne Ehrenamtler &#8222;tot&#8220;, wie eine Ausbilderin der Rettungshundestaffel des Bayerischen Roten Kreuzes zu mir sagte. Und das leuchtet ein &#8211; kein Badesee wäre mitDLRGlern gesichert, auf der Wies&#8217;n würde sich kein Sanitäter um die Bierleichen kümmern&#8230;</span></p>
<p><span style="color:#800000;">Warum sich die großen Städte in vornehmer Zurückhaltung üben, gibt&#8217;s hier zu sehen:<a href="http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/kontrovers/kontrovers-beitrag-ehrenamt-ID1317055594572.xml" target="_blank"><span style="color:#800000;"> BR Politikmagazin Kontrovers</span></a></span></p>
<p><a href="http://veracor.files.wordpress.com/2011/10/kontrovers__das_politikmagazin__br_12726162032.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-391" title="kontrovers__das_politikmagazin__br_1272616203" src="http://veracor.files.wordpress.com/2011/10/kontrovers__das_politikmagazin__br_12726162032.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/veracor.wordpress.com/383/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/veracor.wordpress.com/383/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/veracor.wordpress.com/383/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/veracor.wordpress.com/383/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/veracor.wordpress.com/383/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/veracor.wordpress.com/383/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/veracor.wordpress.com/383/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/veracor.wordpress.com/383/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/veracor.wordpress.com/383/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/veracor.wordpress.com/383/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/veracor.wordpress.com/383/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/veracor.wordpress.com/383/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/veracor.wordpress.com/383/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/veracor.wordpress.com/383/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=veracor.wordpress.com&amp;blog=5078728&amp;post=383&amp;subd=veracor&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Lasst sie nicht heiraten!</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 18:49:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>veracor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Pläydoyer wider die Hochzeit von Ernie &#38; Bert Bis zum Hals steckt Amerika in einer das Land spaltenden Diskussion. Truppen im Irak? Herabstufung der Bonität? Nicht doch! Es geht um die Forderung des Schwulen-Aktivisten Lair Scott. Er fordert, dass Ernie und Bert heiraten dürfen. Verhaltener Applaus &#8211; denn ja, wenn man den Sesamstraßen-Stars die Hochzeit [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=veracor.wordpress.com&amp;blog=5078728&amp;post=373&amp;subd=veracor&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pläydoyer wider die Hochzeit von Ernie &amp; Bert</p>
<p>Bis zum Hals steckt Amerika in einer das Land spaltenden Diskussion. Truppen im Irak? Herabstufung der Bonität? Nicht doch! Es geht um die Forderung des Schwulen-Aktivisten Lair Scott. Er fordert, dass Ernie und Bert heiraten dürfen. Verhaltener Applaus &#8211; denn ja, wenn man den Sesamstraßen-Stars die Hochzeit untersagt, besteht die Gefahr, dass die beiden (weiterhin) in wilder Ehe zusammen leben, im gleichen Bett &#8230; und ja, uiui. Andererseits, lassen wir die Kirche im Dorf, die Puppen in der Glotze und bleiben gedanklich über der Gürtellinie&#8230;</p>
<p>Denn: Nicht mal in Amerika ist ein Coming-Out Bürger- oder gar Puppenpflicht; will heißen: ob Ernie und Bert schwul sind, das wissen nur sie selbst.</p>
<p>Eines zeigt die Diskussion allerdings ganz gewiss: Dem Leben unterhalb der Puppen-Taille wurde bisher zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Statistiken, repräsentative Umfragen, scharfzüngige Essays &#8211; bisher wurden wir davon verschont. Fragt sich nur, wie lange noch.</p>
<p><a href="http://veracor.files.wordpress.com/2011/09/bert_and_ernie.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-376" title="Bert_and_Ernie" src="http://veracor.files.wordpress.com/2011/09/bert_and_ernie.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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		<title>Die Kuh, die wie ein Reh lebt &#8211; oder: mein erster Tag beim BR</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Aug 2011 20:32:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>veracor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kuh mit Namen Yvonne ist das Sommerlochthema schlechthin &#8211; nicht nur die Medien jenseits des Weißwurschtäquators &#8211; wie zum Beispiel Hamburger MoPo und WDR berichten &#8211; auch englische Tageszeitungen und französische Blogs sind auf das Thema aufgesprungen&#8230; am ersten Tag beim Bayerischen Rundfunk hat&#8217;s mich gleich in die Wälder um Zangberg verschlagen. Kuhjagd! Link [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=veracor.wordpress.com&amp;blog=5078728&amp;post=357&amp;subd=veracor&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kuh mit Namen Yvonne ist das Sommerlochthema schlechthin &#8211; nicht nur die Medien jenseits des Weißwurschtäquators &#8211; wie zum Beispiel Hamburger MoPo und WDR berichten &#8211; auch englische Tageszeitungen und französische Blogs sind auf das Thema aufgesprungen&#8230; am ersten Tag beim Bayerischen Rundfunk hat&#8217;s mich gleich in die Wälder um Zangberg verschlagen. Kuhjagd!</p>
<p>Link zum<a href="http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/schwaben-und-altbayern-aktuell/reh-kuh-vera-cornette-lissy-kaufmann-ID1312215812594.xml" target="_blank"> Kuh-Clip</a></p>
<p>&#8230; und kurz danach<a title="der zweite Kuh-Clip..." href="http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/schwaben-und-altbayern-aktuell/yvonne-kosten-cornette-ID1312554011745.xml" target="_blank">, http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/schwaben-und-altbayern-aktuell/yvonne-kosten-cornette-ID1312554011745.xml</a></p>
<p>- der zweite Besuch in den Wäldern&#8230;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/veracor.wordpress.com/357/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/veracor.wordpress.com/357/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/veracor.wordpress.com/357/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/veracor.wordpress.com/357/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/veracor.wordpress.com/357/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/veracor.wordpress.com/357/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/veracor.wordpress.com/357/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/veracor.wordpress.com/357/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/veracor.wordpress.com/357/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/veracor.wordpress.com/357/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/veracor.wordpress.com/357/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/veracor.wordpress.com/357/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/veracor.wordpress.com/357/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/veracor.wordpress.com/357/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=veracor.wordpress.com&amp;blog=5078728&amp;post=357&amp;subd=veracor&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Boden gutgemacht</title>
		<link>http://veracor.wordpress.com/2011/05/12/boden-gutgemacht/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 May 2011 16:51:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>veracor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Ende der Kernkraft ermöglicht die Renaissance der sächsischen Braunkohle – dabei reißen alte Gräben wieder auf. Es geht um viel Kohle. Frank-Udo Lohmann, Pfarrer von Pödelwitz, steht in seinem Dorf und sagt: »Die Verunsicherung ist groß.« Pödelwitz ist ein Kleinod südlich von Leipzig: schmale Straßen, weiß getünchte Fachwerkhäuser. Alle zwei Stunden hält der Bus. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=veracor.wordpress.com&amp;blog=5078728&amp;post=346&amp;subd=veracor&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Ende der Kernkraft ermöglicht die Renaissance der sächsischen Braunkohle – dabei reißen alte Gräben wieder auf.</strong></p>
<p>Es geht um viel Kohle. Frank-Udo Lohmann, Pfarrer von Pödelwitz, steht in seinem Dorf und sagt: »Die Verunsicherung ist groß.« Pödelwitz ist ein Kleinod südlich von Leipzig: schmale Straßen, weiß getünchte Fachwerkhäuser. Alle zwei Stunden hält der Bus. Auf einem Hügel steht Lohmanns sandgelbes Gotteshaus aus dem 13. Jahrhundert. Die Frage ist, wie lange noch? Denn nur drei Kilometer von Pödelwitz entfernt, weiter im Süden, liegt der Ort Heuersdorf wie ein mahnendes Beispiel. Oder besser: lag. Heuersdorf musste dem Braunkohletagebau weichen. Es ist die Siedlung, deren Kirche vor vier Jahren auf einen Schwerlasttransporter verladen wurde, im Ganzen. Die Kirche steht heute etwa sieben Kilometer weiter in Borna.</p>
<div id="ipad_tile4">Wird auch Pödelwitz ein ähnliches Schicksal ereilen? Das Abbaufeld Peres, Teil des Großtagebaus Vereinigtes Schleenhain, grenzt ans Dorf. 17 Millionen Tonnen Rohkohle, schätzen Experten, liegen unter den Häusern der 136 Einwohner. Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft Mibrag spricht zwar nicht öffentlich über ihre Pläne, hat aber unlängst die Pödelwitzer befragen lassen: Was würden Sie tun, im Falle des Falles? Presseanfragen indes werden mit »einem freundlichen Glückauf« abgelehnt. Niemand soll nervös werden. Der Pfarrer zürnt, weil die Firma nichts sagt.</div>
<p>Selten hatte die Mibrag so gute Argumente für die Akzeptanz der Kohle und den Rückbau eines Dorfes. Denn Deutschland wird in absehbarer Zeit aus der Atomkraft aussteigen. Noch gelten erneuerbare Ressourcen dabei nur begrenzt als Alternative: Denn sie liefern nicht konstant die notwendige Menge Strom. Es kann passieren, dass der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Kohle aber brennt immer.</p>
<p>Die Sicht vieler Menschen auf die Kohle hat sich deshalb, zwei Monate nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima, grundlegend verändert. Die Furcht vor der Kernkraft, sie ist derzeit größer als die Sorge um kleine Dörfer. Und sogar größer als die Angst vor der Erderwärmung. Kohle fördern und verbrennen, dadurch Strom erzeugen. Löcher in Landschaften reißen, Orte abtragen für die Energieversorgung der Menschen: Das klingt nach Ideen von vorgestern. Doch sind nun die Menschen wieder bereit, auf fossile Energieträger zu setzen.</p>
<p><strong>Sachsens CDU verkauft den Atomausstieg als regionalen Vorteil</strong></p>
<p>Die Zahl der Befürworter des Kohleabbaus, so das Ergebnis einer aktuellen Studie des Leipziger Instituts für Marktforschung, hat sich in Ostdeutschland seit dem Unglück von Fukushima verdreifacht, ihr Anteil liegt nun bei 30 Prozent; Tendenz: steigend. Schon wittert Sachsens Staatsregierung, seit jeher eher braunkohlefreundlich, ihre Chance: Braunkohle, teilte Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) unlängst mit, sei nun eine wichtige Überbrückungstechnologie. »Die genehmigten Tagebaue«, sagte er, »bilden das Rückgrat der deutschen Energieversorgung.«</p>
<p>Weiterlesen / zum ganzen Artikel: <a href="http://www.zeit.de/2011/19/S-Braunkohle">ZEIT ONLINE / ZEIT Nr 19 vom 5. Mai 2011</a></p>
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		<title>Bye bye Bulli-Traum?!</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Mar 2011 21:27:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>veracor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Der Bulli war unsere rollende Wohnung&#8220;, sagt Karsten Schulz. Vor acht Jahren kauften er und seine Frau Carolin den VW-Bus. Baujahr 1989, taubenblau und 700 Euro teuer. Damals führten sie eine Fernbeziehung zwischen Berlin und Hildesheim und wollten ihre gemeinsame Zeit nicht in engen WG-Zimmern verbringen. Unabhängig sein, einfach los fahren, bleiben, wo es gefällt. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=veracor.wordpress.com&amp;blog=5078728&amp;post=339&amp;subd=veracor&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Der Bulli war unsere rollende Wohnung&#8220;, sagt Karsten Schulz. Vor acht Jahren kauften er und seine Frau Carolin den VW-Bus. Baujahr 1989, taubenblau und 700 Euro teuer. Damals führten sie eine Fernbeziehung zwischen Berlin und Hildesheim und wollten ihre gemeinsame Zeit nicht in engen WG-Zimmern verbringen. Unabhängig sein, einfach los fahren, bleiben, wo es gefällt. &#8222;Meinetwegen hätte es irgendein leerer Kastenwagen sein können, für Carolin kam nur der Bulli von VW infrage&#8220;, erinnert sich Karsten Schulz. Wie so viele Besitzer der Kultgefährte gestalteten auch sie ihres um. Nach und nach bauten sie Klappbett, Bank, Tisch, ein winziges Waschbecken und Schränke in den Innenraum. Nun ist der Bus ausgestattet wie ein Wohnmobil, jedenfalls von innen. Ab März allerdings können Karsten und Carolin Schulz ihren Bus nicht mehr so nutzen wie vorher. Dann wird auch in Leipzig die Umweltzone eingeführt. Einen Großteil des Stadtgebiets, rund 60 Prozent, dürfen dann nur noch Fahrzeuge befahren, die bestimmte Abgasstandards einhalten und mit einer grünen Plakette gekennzeichnet sind. Enten, Trabis und ältere VW-Busse bekommen nicht so leicht eine entsprechende Plakette. Ohne den Aufkleber müssen die Fahrer außerhalb der Umweltzone parken, das Auto umrüsten oder sich um eine Ausnahmeregelung bemühen. Mit der Einführung der Umweltzone reagiert die Stadt auf die hohe Feinstaubbelastung in Leipzig: In der Vergangenheit sind laut Ordnungsamt an weit mehr als den zulässigen 35 Tagen pro Jahr die Feinstaubgrenzwerte überschritten worden. Für Städte wie Leipzig, mit besonders schmutziger Luft, schreibt die EU-Kommission die Umweltzonen vor. Die EU-Kommission will so die Menschen vor Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Krankheiten bedingt durch Luftschadstoffe schützen.</p>
<p>Nicht zum ersten Mal ist Karsten Schulz in einer solchen Situation. Bis Ende 2009 wohnte der 36-jährige in Berlin, ein Jahr zuvor wurde sie dort eingeführt. Eine grüne Plakette hat er für seinen Bus nicht erhalten, denn alte Autos ohne Katalysator oder Feinstaubfilter stoßen zu viele Schadstoffe aus. Schulz parkte seinen Bulli immer am S-Bahn-Ring, der die Umweltzone eingrenzt. An den Bahnstationen standen zahlreiche Fahrzeuge ohne Plakette. &#8222;Ich bin meist mit einem Kurzstrecken-Ticket zu meinem Auto gefahren&#8220;, erinnert sich Schulz. Manchmal ist er illegal in die Stadt reingefahren: &#8222;Ich habe Blut und Wasser geschwitzt, wenn die Polizei an der Ampel neben mir stand&#8220;. Doch er hatte immer Glück. Denn bei einer Kontrolle drohen dem ein 40-Euro-Bußgeld und ein Eintrag ins Verkehrszentralregister, der ohne grünen Aufkleber unterwegs ist.</p>
<p>Um die Zahl von Umweltzonensündern gering zu halten, hat das Leipziger Ordnungsamt eine spezielle Arbeitsgruppe eingerichtet. Sie bietet Informationen und Hilfe rund um die Themen Sonderregelungen und Nachrüstung an. Der Beratungsbedarf ist groß. Seit Beginn des Jahres gab es rund 2000 elektronische und telefonische Anfragen, etwa 1000 Beratungsgespräche wurden durchgeführt. Etwa 19.000 in Leipzig zugelassene Fahrzeuge erfüllen die Abgasnormen nicht, sodass ihnen eine grüne Plakette verwehrt bleibt. Wie viele Menschen dann nicht mehr fahren dürfen, vermag Helmut Loris, Leiter des Ordnungsamtes, nicht zu sagen: &#8222;Für uns ist überhaupt nicht einschätzbar, wie viele Pendler zudem aus dem Umfeld betroffen sind&#8220;.</p>
<p>Ein neuer Motor, ein neues Getriebe plus Filter und den Umbau würden Karsten Schulz insgesamt rund 4000 Euro kosten. Für den Sozialarbeiter zu teuer, ein anderes Auto kaufen will er aber nicht. &#8222;Wir hängen an unserem Bus&#8220;. Nun denkt er über ein Hochdach nach. Denn mit einer Stehhöhe von 170 Zentimeter würde der Bus eine Wohnmobilzulassung bekommen und für 60 Euro im Jahr könnte Schulz unbehelligt durch Leipzig kurven. Ein solcher Hochdach-Aufbau und die Ausnahmegebühr kosten ihn ein paar hundert Euro – ob die Dachumrüstung zu einer grünen Plakette führt, ist allerdings nicht gewiss. &#8222;Das Ordnungsamt hat recht detaillierte Bedingungen&#8220;, erklärt Schulz. Ihn ärgert, dass die Stadt eine »Quasi-Maut« verhänge. Er sei kein Vielfahrer, nutze vor allem den öffentlichen Personennahverkehr und das Fahrrad. Den Bus braucht das Paar, um an den Wochenenden ins Leipziger Umland zu fahren oder für größere Reisen. &#8222;Wenn der Bus kilometerweit von unserer Wohnung in Reudnitz entfernt steht, wie sollen wir ihn mit Gepäck und Reiseproviant beladen?&#8220;, fragt sich der 36-jährige. Falls er keine Sonderregelung bekommt, würde er zur Not einen Stellplatz außerhalb der Umweltzone anmieten und in Kauf nehmen, illegal in die Stadt zu fahren.</p>
<p>Die Kultautos gehören meistens Leuten, die Wert auf Freiheit und Unabhängigkeit legen. Die Modelle stehen für eine alternativ angehauchte Lebenseinstellung, mit einem VW-Bus kann man beinahe überall hinfahren, darin kochen schlafen und sich dem Nomaden-Dasein hingeben. Auch Karsten Schulz fallen sofort Anekdoten ein, die wohl nur Bulli-Fahrer erleben können. Eine skurrile Erfahrung trug sich bei einer Italien-Reise zu. Etwas abenteuerlich und über abgelegene Feldwege sind er und seine Frau an einen einsamen Stellplatz in der Toskana gelangt. Unweit einer verfallenen Kapelle auf einem Hügel, weit entfernt von anderen Menschen verbrachten sie die Nacht. Am Morgen wurden sie von zwei Geländewagen geweckt, die mit Anhängern voller Jagdhunde auf den Berg fuhren. „Wir waren umgeben von Jägern und Hunden, und die haben um uns herum ihre Treibjagd begonnen“, schmunzelt Karsten Schulz. Erstaunt schauten sie aus den Autofenstern heraus, auch die Jäger wirkten verdutzt.  „Um uns herum piffte und paffte es, Schüsse waren zu hören, aber wir haben erst mal in aller Ruhe Brötchen aufgebacken und gefrühstückt“, sagt er mit stoischer Ruhe. Solche Erlebnisse sind es, die Bulli-Fahrer begeistern. Ebenso das Gefühl, dass der Urlaub mit dem Einsteigen ins Auto beginnt, wollen die beiden nicht missen. &#8222;Beim Reisen mit dem Bus muss man nicht zum Flughafen fahren, dort warten, zum Hotel gebracht werden – du steigst ein und es geht sofort los“, schwärmt Schulz.</p>
<p>Den 20 Jahre alten Bulli fahren hin oder her, Karsten Schulz sieht sich als umweltfreundlich gesinnter Mensch. Die Umweltzone kann in seinen Augen schon allein deshalb nicht viel bringen, weil Feinstaub nicht nur aus Auspuffrohren kommt: &#8222;Auch der Reifenabrieb erzeugt Feinstaub. Da macht es die Luft nicht besser, wenn die Leute von der Politik dazu gebracht werden neue Autos zu kaufen&#8220;. Er erachtet es als sinnvoller, das Autofahren im Allgemein zu reduzieren und den öffentlichen Personennahverkehr günstiger zu machen. Doch das ist in Leipzig Zukunftsmusik, derweil geht Schulz auf die Suche nach einem Hochdach.</p>
<p>[siehe auch: Kreuzer, Das Leipzig Magazin, Ausgabe März 2011]</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Mach&#8217;s gut, iPhone &#8211; war anstrengend mit dir!</title>
		<link>http://veracor.wordpress.com/2011/01/13/machs-gut-iphone-war-anstrengend-mit-dir/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Jan 2011 20:41:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>veracor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie hat es getan, bereut es nicht – und vermutlich kann es (noch) kaum jemand nachvollziehen: Eine gute Freundin hat ihr iPhone abgeschafft. Jenes Telefon, das für die meisten Besitzer mehr ist als ein Kommunikationsgerät; jenes Telefon das zum Selbstverständnis der Digital Natives gehört wie das Poloshirt zu den Poppern in den 80er Jahren. Das [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=veracor.wordpress.com&amp;blog=5078728&amp;post=330&amp;subd=veracor&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie hat es getan, bereut es nicht – und vermutlich kann es (noch) kaum jemand nachvollziehen: Eine gute Freundin hat ihr iPhone abgeschafft. Jenes Telefon, das für die meisten Besitzer mehr ist als ein Kommunikationsgerät; jenes Telefon das zum Selbstverständnis der Digital Natives gehört wie das Poloshirt zu den Poppern in den 80er Jahren.<br />
Das iPhone ist das Smartphone schlechthin &#8211; beim Verkaufsstart des iPhone4 bildeten sich bereits Stunden vor Ladenöffnung vor dem Telekom-Shop 4010 in Berlin Käuferschlangen. Warum entledigt sich &#8211; angesichts dieser großen Beliebtheit &#8211; eine 25-Jährige freiwillig diesem Objekt der Begierde? Warum will sie das kleine Gerät, das Fenster und Fernbedienung fürs Leben zugleich sein kann nicht mehr haben? Der eine Teil ihrer Antwort ist fast schon erschreckend banal &#8211; 40 Euro im Monat für mobiles Internet und Emails von unterwegs waren ihr zu teuer. Zweiter Grund, warum sie jetzt ein betont unauffälliges Slider-Handy mit sich führt: &#8222;Ich war es leid, immer und immer per Email erreichbar zu sein&#8220;. Diesen Aspekt finde ich schon deutlich spannender, vielleicht gerade zu symptomatisch für das, was meines Erachtens noch einigen Smartphone-Nutzern bevorstehen dürfte: Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Kommunikationsverhalten.<a href="http://veracor.files.wordpress.com/2011/01/good-bye-iphone.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-331" title="good-bye-iphone" src="http://veracor.files.wordpress.com/2011/01/good-bye-iphone.jpg?w=300&#038;h=208" alt="" width="300" height="208" /></a></p>
<p>Wer ein Smartphone hat, der kann nicht nur ins Internet, der <em>muss </em>beinahe. Viele Chefs erwarten von ihren Mitarbeitern, dass sie zügig, um nicht zu sagen: extrem zeitnah, auf ihre Emails reagieren. Bei einem Brief gibt es den kommunikativen Phasenverzug; die Post braucht ein, zwei Tage, der Empfänger braucht ein bisschen, um was zu tun. Beim Emailverkehr hingegen fallen Reflexionszeiten schnell mal hinten üben, kann doch der Empfänger den Text theoretisch unverzüglich lesen, bearbeiten&#8230;</p>
<p>Ich möchte überhaupt nicht das Hohe Lied des Kulturpessimismus anstimmen &#8211; und für einfache Fragen wie &#8222;Kaffee um 15 Uhr?&#8220; via Facebook-Nachricht brauche ich auch keine 48 Stunden Überlegungszeitraum. Sind die Themen aber komplexer, wäre es meines Erachtens schon wichtig, eine angemessene Bearbeitungszeit zu gewähren.</p>
<p>Das Schlüsselwort, oder wie Georg Franck bereits 1998 schrieb, die neue Währung ist die Aufmerksamkeit. Architekturprofessor Franck zufolge muss der Mensch durch die wachsende Informationsflut, die sich seinem Wahrnehmungsapparat aufdrängt, lernen, die dadurch entstehende Knappheit dieser<em> Währung</em> zu erkennen und mit der Aufmerksamkeit hauszuhalten. Die totale Vernetzung erfordert schnelle Reaktion und ist wohl auch unerlässlich in einer immer mehr auf Flexibilität ausgerichteten Welt &#8211; aber ich denke es ist wichtig, sich Gedanken über die Balance zu machen. Die Balance zwischen dem technischen <em>Kann </em>und persönlichem Wille. Nur wenn sich Phasen der Vernetzung und des Informationsinputs sich mit Phasen der Verarbeitung und des kreativen Outputs abwechseln, kann Kommunikation gelingen. Kommunikation braucht Qualität, und Qualität braucht Zeit. Wer sich verständigen will und verstanden werden will, muss erst mal Überlegen dürfen &#8211; tatsächlich und konzentriert auf eine Sache.</p>
<p>Demnächst feiert meine iPhone-lose Freundin Geburtstag &#8211; ich werde ihr eine Karte schicken, postalisch.</p>
<p><img src="/DOKUME%7E1/cornette/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-2.png" alt="" /></p>
<p><img src="/DOKUME%7E1/cornette/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-3.png" alt="" /></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/veracor.wordpress.com/330/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/veracor.wordpress.com/330/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/veracor.wordpress.com/330/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/veracor.wordpress.com/330/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/veracor.wordpress.com/330/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/veracor.wordpress.com/330/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/veracor.wordpress.com/330/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/veracor.wordpress.com/330/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/veracor.wordpress.com/330/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/veracor.wordpress.com/330/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/veracor.wordpress.com/330/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/veracor.wordpress.com/330/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/veracor.wordpress.com/330/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/veracor.wordpress.com/330/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=veracor.wordpress.com&amp;blog=5078728&amp;post=330&amp;subd=veracor&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ton ab! Kamera läuft! &#8230;und CUT &#8211; als Komparsin beim Tatort-Dreh</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Nov 2010 20:34:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>veracor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Flughafenpersonal-Uniform sitzt  nicht gut. Die Weste ist zu weit am Bauch, die Bundfaltenhose zu kurz, immerhin: der Krawattenknoten sitzt ganz gut. Aber was ist auch schon perfekt, an diesem kalten Novembertag – der so früh begann, dass noch nicht einmal von Morgengrauen die Rede sein kann? In einem abgelegenen Bereich des Flughafens Halle-Leipzig hocken [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=veracor.wordpress.com&amp;blog=5078728&amp;post=313&amp;subd=veracor&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Flughafenpersonal-Uniform sitzt  nicht gut. Die Weste ist zu weit am Bauch, die Bundfaltenhose zu kurz, immerhin: der Krawattenknoten sitzt ganz gut. Aber was ist auch schon perfekt, an diesem kalten Novembertag – der so früh begann, dass noch nicht einmal von Morgengrauen die Rede sein kann?</p>
<p><a href="http://veracor.files.wordpress.com/2010/11/veraairportblogbild.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-314" title="veraairportBLOGbild" src="http://veracor.files.wordpress.com/2010/11/veraairportblogbild.jpg?w=180&#038;h=300" alt="" width="180" height="300" /></a></p>
<p>In einem abgelegenen Bereich des Flughafens Halle-Leipzig hocken etwa vierzig Menschen auf Bierzelt-Garnituren, nippen an Kaffeebechern. Die wacheren unteren ihnen blättern in der BILD. Einige Meter entfernt sind vier Frauen und ich in einer improvisierten Umkleide. Milchglaswände umgeben uns, das Licht fällt fahl gelb auf den grauen Teppichboden. Wir alle sind Komparsen, gebucht für den Leipziger Tatort mit dem Arbeitstitel „Nasse Sachen“.</p>
<p>Die Menschen an den Bierzelttischen werden als Reisende mit schwerem Gepäck durchs Bild laufen. Wir, die sich umziehen, werden Flugpersonal, Kellnerinnen oder Polizisten. Wobei letztere wahrlich nicht zu beneiden ist – schmerzen ihre Schultern doch bald von der Last der Lederjacke…</p>
<p>Als es draußen langsam hell wird, holt die Regiepraktikantin meinen „Kollegen“ und mich ans Set. Unsere Aufgabe: Eilig gehen, Richtung Flughafenschalter, am Café vorbei, in dem eine Schauspielerin (Claudia Michelsen) sitzt. Klingt machbar, läuft auch ganz gut. Dass die Szene – Michelsen im Café, ihr wird ein Cappuccino serviert – gefühlte zwanzig Mal wiederholt wird, liegt schon mal nicht an uns. Ist ja durchaus beruhigend, bei meiner Premiere als Komparsin. Die anderen Einstellungen – wie die am Check-In-Schalter waren da schon routinierter… (wie gesagt: Komparsen, eventuell im Hintergrund sichtbar&#8230; <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  hardly worth mentioning)<a href="http://www.dict.cc/englisch-deutsch/hardly+worth+mentioning.html"></a></p>
<p>Die Stunden vergehen, sitzend, wartend auf den Bänken mit den anderen Komparsen. In meiner Klamotte ist über-den-Flughafen-Laufen eine Sache für sich. Sprechen einen doch ständig Reisende an und fragen nach Toiletten, den Weg zu den Gates oder nach einem Café. Die echten Mitarbeiter des Flughafens grüßen ein Quantum freundlicher als sonst, schließlich gehöre ich ja mit meiner dunkelblauen Dress, der rot-blauen Krawatte und dem Ausweis am Lanyard (wie sagen die Schweizer? Bändel <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ) zum Club&#8230;</p>
<p>Jutta, Journalistik-Studentin und demnächst als äußerst wandlungsfähige (Haare auf, Haare zu, mit und ohne Brille…) Reisende in der ARD zu sehen, und ich sind eine der wenigen Neulinge. Die meisten Komparsen sind alte Hasen, registriert bei mehreren Agenturen. Die Stewardess war schon bei der Soko Leipzig zu sehen – ihr deutlicher dialektaler Einschlag verwehrte ihr allerdings eine Sprechrolle. Den Streifenpolizisten meine ich in mehreren Krimis gesehen zu haben.<br />
Soziologisch gesprochen sind wir Komparsen eine äußerst heterogene Gruppe. Da gibt es den 20-Jährigen, der gerade sein Psychologie-Studium abgebrochen hat und „rumjobbt“, das Rentner-Ehepaar, das genügend Zeit hat, um bei Filmen mitzumachen und den Barkeeper, der sich eine Musical-Eintrittskarten mit Komparsenauftritten finanziert.</p>
<p>Dass dieses Mal zwei Journalistik-Studentinnen dabei waren, ist einem Tatort-Fan und Kommilitonen geschuldet oder zu verdanken. Er war es, der die Anzeige am virtuellen schwarzen Brett las. Gesucht wurden vor allem südländische Erasmusstudenten und eine griechische, männliche Leiche um die vierzig. Obwohl dieses Profil auf keinen von uns so recht passen wollte, machten wir uns Anfang Oktober auf zum Casting, das in einer hübschen Gegend im Süden Gohlis (?) stattfand. Wie etwa vierzig andere (zum Teil deutlich südländisch wirkende) junge Leute ließen wir mehr oder weniger entspannt fotografieren („Schau mal so, als ob es dir Spaß machen würde…!“), machten uns Gedanken über Taille („Haben das Männer überhaupt?“) und die Hutgröße. Völlig unerwartet kam dann, Ende Oktober, die Buchungsanfrage. Ein bisschen gezögert habe ich schon, als ich erfuhr, dass man um 5.45 Uhr am Treffpunkt sein müsste, aber für den Tatort…</p>
<p>Von was der Krimi überhaupt handelt? Simone Thomalla und Martin Wuttke suchen als Ermittler einen Flüchtigen, der sich gen Karibik absetzen will. Direktflüge gibt es vom Flughafen Halle-Leipzig aus nicht. Die Reiseverbindung erklärte eine andere, ebenfalls blauuniformierte Schauspielschülerin.</p>
<p>Um was es in der Tatort-Folge genau geht, erfuhr ich auch auf Nachfrage nicht. Denn: „Du könntest ja eine Reporterin sein, die alles aufschreibt“, sagt die Kostümbildnerin. Aber nicht doch… <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://veracor.files.wordpress.com/2010/11/verairport2.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-315" title="verairport2" src="http://veracor.files.wordpress.com/2010/11/verairport2.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/veracor.wordpress.com/313/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/veracor.wordpress.com/313/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/veracor.wordpress.com/313/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/veracor.wordpress.com/313/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/veracor.wordpress.com/313/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/veracor.wordpress.com/313/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/veracor.wordpress.com/313/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/veracor.wordpress.com/313/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/veracor.wordpress.com/313/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/veracor.wordpress.com/313/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/veracor.wordpress.com/313/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/veracor.wordpress.com/313/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/veracor.wordpress.com/313/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/veracor.wordpress.com/313/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=veracor.wordpress.com&amp;blog=5078728&amp;post=313&amp;subd=veracor&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Rübermachen * in den Osten *</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Sep 2010 22:08:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>veracor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Leicht  verschwitzt tippelte ich an der Fußgängerampel am Augustus-Platz in Leipzig-Mitte auf und ab, wartete auf das grüne Ampelmännchen. Eine Dame in der reiferen Jugend fragte mich in sattem Schwäbisch: „Wo ischn dr Bahof?“.  Weniger ob des Dialekts oder gar des inhaltlichen Gehalts der Frage, sondern, weil mir bewusst wird, dass ich für ‚einheimisch‘ gehalten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=veracor.wordpress.com&amp;blog=5078728&amp;post=301&amp;subd=veracor&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leicht  verschwitzt tippelte ich an der Fußgängerampel am Augustus-Platz in Leipzig-Mitte auf und ab, wartete auf das grüne Ampelmännchen. Eine Dame in der reiferen Jugend fragte mich in sattem Schwäbisch: „Wo ischn dr Bahof?“.  Weniger ob des Dialekts oder gar des inhaltlichen Gehalts der Frage, sondern, weil mir bewusst wird, dass ich für ‚einheimisch‘ gehalten werde, schaute ich etwas konsterniert. Fing mich aber schnell und wies problemlos den Weg (zugegeben, „gerade aus, am Willy-Brandt-Platz links halten“ ist nicht überkomplex <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Warum die Anekdote? Um zu zeigen, dass nicht nur Sächsisch, sondern auch tief-westliche Dialekte furchtbar klingen und natürlich: Bewährungsprobe bestanden! Seit vierzehn Tagen wohne ich nun im Klein-Paris, wie Goethe die Stadt aufgrund der hohen Prostituierten-Dichte nannte… Was soll ich sagen, auch wenn ich die Westprodukte schmerzlich vermisse (danke für zahlreiche Angebote mir Bananen zu schicken – die mag ich eh nicht… <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), Urlaub nur noch in ausgewählten Bruderländern machen kann… &#8211; Schluss mit dem Schabernack… Leipzig ist wunderschön, die Menschen, die ich kennenlernte, mit denen ich unterwegs war sind herzlich und das Zusammenwohnen gestaltet sich ebenfalls sehr gut…</p>
<p>Und kulturell-veranstaltungsmäßig ist hier einiges los: Gestern gab es angeblich einen Polizeieinsatz bei einer Veranstaltung mit Henryk M. Broder (Infos unter Drei – ich bin an der Sache dran <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) und heute Abend referierte Joachim Gauck über seine Arbeit bei der so genannten Stasi-Unterlagenbehörde. Ein interessanter Abend mit einem inspirierenden Menschen, der nicht zu Unrecht als gefühlter Bundespräsident gilt.</p>
<p>Spannend war am Rande bemerkt auch der Zugang zur Veranstaltung… Als mein Begleiter und ich in der Außenstelle des Bundesbeauftragten für die Unterlagen der Stasi ankamen, wurde uns mitgeteilt, dass der Saal bereits überfüllt es sei. Hinter uns tauchte der Moderator und LVZ-Chefredakteur auf, der keck fragte, ob es denn auch für ihn keinen Platz mehr gebe. Ich hab ihn direkt gebeten, zwei Journalistik-Studenten mitzunehmen und so waren wir ‚drin’ im Saal, an den Wartenden vorbei… Frei nach: Lassen sie uns durch, wir sind Arts (wer sagt eigentlich, dieser Bachelor of Arts Titel sei nichts wert? <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  )</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://veracor.files.wordpress.com/2010/10/gauck-0011.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-305" title="gauck 001" src="http://veracor.files.wordpress.com/2010/10/gauck-0011.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>&#8222;Auch Schweinebacken können exakte Akten führen&#8220; (Joachim Gauck über die Stasi-Mitarbeiter)</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/veracor.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/veracor.wordpress.com/301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/veracor.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/veracor.wordpress.com/301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/veracor.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/veracor.wordpress.com/301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/veracor.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/veracor.wordpress.com/301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/veracor.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/veracor.wordpress.com/301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/veracor.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/veracor.wordpress.com/301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/veracor.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/veracor.wordpress.com/301/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=veracor.wordpress.com&amp;blog=5078728&amp;post=301&amp;subd=veracor&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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